Pigmentstörungen

Eine Pigmentstörung entsteht durch eine unregelmäßige Produktion von Melanin. Melanin ist das bräunlich farbgebende Pigment unserer Haut, der Haare und der Regenbogenhaut des Auges. Produziert wird dieses in den Melanozyten. Ultraviolette Strahlung (UV-Licht) stimuliert die Melaninproduktion. Andere Faktoren können die Melaninproduktion beeinträchtigen. Zu den Pigmentierungsstörungen gehören
Hyperpigmentierung
Hypopigmentierung
Depigmentierung
  • Bei einer Hyperpigmentierung tritt ein Zuviel an Pigmenten auf.
  • Bei einer Hypopigmentierung tritt ein Zuwenig an Pigmenten auf.
  • Bei einer Depigmentierung geht das Pigment verloren.

Die betroffenen Bereiche können lokal oder überall verstreut sein.

Hyperpigmentierung
Lokale Hyperpigmentierung

entsteht überwiegend nach einer Entzündung (Akne, Lupus erythematodes), nach Verletzungen oder anderen Ursachen einer Entzündungsreaktion. Melasma oder Lentigines sind Beispiele für eine lokale Hyperpigmentierung.

MELASMA

Melasma besteht aus dunkelbraun gefärbten Flecken mit unregelmäßigen Rändern auf der Stirn, den Schläfen, den Wangen. Es tritt bevorzugt bei Schwangeren auf. Es wird dann als Melasma gravidarum, auch als Schwangerschaftsmaske bezeichnet.

Melasma kann die Epidermis und die Dermis betreffen.

Neben Sonneneinstrahlung spielen weitere Faktoren für die Entwicklung / Intensivierung eine Rolle:

  • Sexualhormone, einschließlich oraler Kontrazeptiva
  • Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse
  • Antiepileptisch wirksame Medikamente
  • Lichtsensibilisierende Medikamente
 
 

Bei Frauen verblasst das Melasma langsam und unvollständig nach der Entbindung oder dem Beenden der Hormoneinnahme. Bei Männern verschwindet es nur selten wieder.

Betroffene sollten Sonnenschutzmittel mit einem Breitband-Lichtschutzfaktor (UVA und UVB) von 50 oder höher verwenden, Sonnenschutzkleidung und Hüte tragen und direkte Sonnenexposition meiden.

LENTIGINES

Lentigines, umgangssprachlich Alters- oder Leberflecken genannt, sind flache, hellbraune bis braune, ovale Flecken. Ein einzelner Fleck wird als Lentigo bezeichnet.

Es gibt 2 Formen von Lentigines:

  • Solar
  • Nicht solar

Solare Lentigines werden durch Sonnenexposition verursacht und bilden die häufigste Art der Lentigo. Sie sind meist an Stellen zu finden, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie am Gesicht und am Handrücken. Meistens treten sie erstmals in einem mittleren Lebensalter auf. Ihre Anzahl nimmt mit fortschreitendem Alter der betroffenen Person zu. Lentigines sind gutartig, können aber ein Risiko für die Entwicklung eines Melanoms darstellen.

Nicht-solare Lentigines werden nicht durch Sonnenbestrahlung verursacht. Sie treten manchmal bei Patienten auf, die an bestimmten seltenen Erbkrankheiten wie dem Peutz-Jeghers-Syndrom leiden. Man findet zahlreiche Lentigines an den Lippen und Polypen im Magen und Verdauungstrakt.

Sind nicht zu viele Lentigines vorhanden, können diese durch Vereisen oder mit einem Laser entfernt werden.

Diffuse Hyperpigmentierung

Eine diffuse Hyperpigmentierung kann durch:

  • Medikamente und Schwermetalle
  • Hormonelle Veränderungen
  • Innere Erkrankungen

entstehen.

Je nach Medikament oder Metall und abhängig davon, wo es sich in der Haut konzentriert, kann eine Hyperpigmentierung violett, bläulich-schwarz oder braun-gelb, Blau-, Silber- und Grauschattierungen aufweisen. Zusätzlich zur Haut können auch die Zähne, Nägel, das Weiße im Auge (Sklera) und die Mundschleimhaut verfärbt sein.

Hormonelle Veränderungen bei einer Nebennierenrindenerkrankung, in der Schwangerschaft oder durch die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können die Melaninproduktion steigern und die Haut verdunkeln.

Einige Fälle der Hyperpigmentierung werden nicht durch Melanin, sondern durch andere pigmentierte Substanzen verursacht, die normalerweise nicht in der Haut vorhanden sind. Erkrankungen wie Hämochromatose oder Hämosiderose, die durch zu viel Eisen im Körper hervorgerufen werden, können zu einer Hyperpigmentierung führen.

Menschen mit dunkler Haut tragen ein erhöhtes Risiko für eine Hyperpigmentierung, wenn sich ihre Haut entzündet hat und sollten daher die Hautstelle während der Heilung keinem Sonnenlicht aussetzen.

Da viele Substanzen, die eine Hautpigmentierung verursachen, auch zu Lichtempfindlichkeitsreaktionen führen, sollten Betroffene die Sonne meiden.

HYPOPIGMENTIERUNG

ALBINISMUS

Albinismus ist eine seltene Erbkrankheit. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß wenig oder gar kein Melanin vorhanden ist. Betroffen sind die Haut, das Haar und die Augen oder manchmal auch nur die Augen.

Menschen mit Albinismus sind sehr anfällig für Sonnenbrand und damit auch für Hautkrebs im Besonderen für das Plattenepithelkarzinom.

Betroffene sollten

  • Sonnenschutzkleidung mit einem UV-Lichtschutzfaktor von 50 oder höher tragen.
  • Breitband UV Sonnenschutzmittel mit einem LSF von 50 oder höher applizieren.
  • Sonnenbrillen mit UV-Schutz tragen.
  • direktes Sonnenlicht vermeiden.
LENTIGINES

Lentigines, umgangssprachlich Alters- oder Leberflecken genannt, sind flache, hellbraune bis braune, ovale Flecken. Ein einzelner Fleck wird als Lentigo bezeichnet.

Es gibt 2 Formen von Lentigines:

  • Solar
  • Nicht solar

Solare Lentigines werden durch Sonnenexposition verursacht und bilden die häufigste Art der Lentigo. Sie sind meist an Stellen zu finden, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie am Gesicht und am Handrücken. Meistens treten sie erstmals in einem mittleren Lebensalter auf. Ihre Anzahl nimmt mit fortschreitendem Alter der betroffenen Person zu. Lentigines sind gutartig, können aber ein Risiko für die Entwicklung eines Melanoms darstellen.

Nicht-solare Lentigines werden nicht durch Sonnenbestrahlung verursacht. Sie treten manchmal bei Patienten auf, die an bestimmten seltenen Erbkrankheiten wie dem Peutz-Jeghers-Syndrom leiden. Man findet zahlreiche Lentigines an den Lippen und Polypen im Magen und Verdauungstrakt.

Sind nicht zu viele Lentigines vorhanden, können diese durch Vereisen oder mit einem Laser entfernt werden.

Diffuse Hyperpigmentierung

Eine diffuse Hyperpigmentierung kann durch:

  • Medikamente und Schwermetalle
  • Hormonelle Veränderungen
  • Innere Erkrankungen

entstehen.

Je nach Medikament oder Metall und abhängig davon, wo es sich in der Haut konzentriert, kann eine Hyperpigmentierung violett, bläulich-schwarz oder braun-gelb, Blau-, Silber- und Grauschattierungen aufweisen. Zusätzlich zur Haut können auch die Zähne, Nägel, das Weiße im Auge (Sklera) und die Mundschleimhaut verfärbt sein.

Hormonelle Veränderungen bei einer Nebennierenrindenerkrankung, in der Schwangerschaft oder durch die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können die Melaninproduktion steigern und die Haut verdunkeln.

Einige Fälle der Hyperpigmentierung werden nicht durch Melanin, sondern durch andere pigmentierte Substanzen verursacht, die normalerweise nicht in der Haut vorhanden sind. Erkrankungen wie Hämochromatose oder Hämosiderose, die durch zu viel Eisen im Körper hervorgerufen werden, können zu einer Hyperpigmentierung führen.

Menschen mit dunkler Haut tragen ein erhöhtes Risiko für eine Hyperpigmentierung, wenn sich ihre Haut entzündet hat und sollten daher die Hautstelle während der Heilung keinem Sonnenlicht aussetzen.

Da viele Substanzen, die eine Hautpigmentierung verursachen, auch zu Lichtempfindlichkeitsreaktionen führen, sollten Betroffene die Sonne meiden.

HYPOPIGMENTIERUNG

ALBINISMUS

Albinismus ist eine seltene Erbkrankheit. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß wenig oder gar kein Melanin vorhanden ist. Betroffen sind die Haut, das Haar und die Augen oder manchmal auch nur die Augen.

Menschen mit Albinismus sind sehr anfällig für Sonnenbrand und damit auch für Hautkrebs im Besonderen für das Plattenepithelkarzinom.

Betroffene sollten

  • Sonnenschutzkleidung mit einem UV-Lichtschutzfaktor von 50 oder höher tragen.
  • Breitband UV Sonnenschutzmittel mit einem LSF von 50 oder höher applizieren.
  • Sonnenbrillen mit UV-Schutz tragen.
  • direktes Sonnenlicht vermeiden.

VITILIGO

Unter der Erkrankung Vitiligo versteht man einen Verlust der Melanozyten mit umschriebenen depigmentierten Hautbereichen unterschiedlicher Größe. Die Ursache beruht wahrscheinlich auf genetischen und autoimmunen Faktoren wie bei Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis.

Die Vitiligo betrifft meistens das Gesicht, Finger, Handrücken, Handgelenkbeugeseiten, Ellenbogen, Knie, Schienbeine, Dorsalseite der Fußknöchel, Achselhöhlen, Leiste, Anogenitalbereich, Nabel und Mamillen. Sie kann zu einer starken psychischen Belastung führen.

Behandlung:

Vitiligo kann schwierig zu behandeln sein.

Die herkömmliche Erstlinientherapie besteht aus lokal angewendeten Kortisonpräparaten, die allerdings bei langfristiger Anwendung auch eine Hypopigmentierung und eine Ausdünnung der normalen umgebenden Haut verursachen können.

Eine PUVA (Psoralen in Kombination mit UVA-Strahlung) stellt eine wirkungsvolle Therapie der Repigmentierung dar.

Eine Lasertherapie kann erwogen werden bei Patienten mit lokalisierter Erkrankung, die nicht auf die initiale Therapie angesprochen haben. Zu beachten ist ein erhöhtes Hautkrebsrisiko nach erfolgter Behandlung.

Nur bei Patienten mit stabiler und sich nicht weiter ausbreitender Erkrankung, die nicht auf bisherige Behandlungsversuche angesprochen haben, könnten chirurgische Maßnahmen sinnvoll sein.

VITILIGO Unter der Erkrankung Vitiligo versteht man einen Verlust der Melanozyten mit umschriebenen depigmentierten Hautbereichen unterschiedlicher Größe. Die Ursache beruht wahrscheinlich auf genetischen und autoimmunen Faktoren wie bei Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis. Die Vitiligo betrifft meistens das Gesicht, Finger, Handrücken, Handgelenkbeugeseiten, Ellenbogen, Knie, Schienbeine, Dorsalseite der Fußknöchel, Achselhöhlen, Leiste, Anogenitalbereich, Nabel und Mamillen. Sie kann zu einer starken psychischen Belastung führen.
Behandlung:
Vitiligo kann schwierig zu behandeln sein. Die herkömmliche Erstlinientherapie besteht aus lokal angewendeten Kortisonpräparaten, die allerdings bei langfristiger Anwendung auch eine Hypopigmentierung und eine Ausdünnung der normalen umgebenden Haut verursachen können. Eine PUVA (Psoralen in Kombination mit UVA-Strahlung) stellt eine wirkungsvolle Therapie der Repigmentierung dar. Eine Lasertherapie kann erwogen werden bei Patienten mit lokalisierter Erkrankung, die nicht auf die initiale Therapie angesprochen haben. Zu beachten ist ein erhöhtes Hautkrebsrisiko nach erfolgter Behandlung. Nur bei Patienten mit stabiler und sich nicht weiter ausbreitender Erkrankung, die nicht auf bisherige Behandlungsversuche angesprochen haben, könnten chirurgische Maßnahmen sinnvoll sein.

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