Vitamin C

Historisches

Vitamin C ist eng mit der Seefahrt verbunden.

Im Zeitalter der Erkundung und Entdeckung fremder Länder litten besonders Seeleute häufig an Skorbut. Die Erkrankung äußert sich in Symptomen wie Zahnfleischbluten, Müdigkeit, Kollagenstörungen und letztlich mit dem Tod. Man wusste damals nicht warum – aber man beobachtete, dass frische Lebensmittel helfen konnten.

Der schottische Arzt James Lind führte im Jahre 1747 eines der ersten klinischen Experimente durch. Er konnte zeigen, dass Zitrusfrüchte Skorbut heilen konnten.

Ende des 18. Jahrhunderts begann die Royal Navy systematisch Zitronen- bzw. Limettensaft an Bord zu geben. Dadurch verschwand Skorbut weitgehend aus der britischen Flotte – ein großer Vorteil gegenüber anderen Nationen.

1926 isolierte der ungarische Biochemiker Albert Szent-Györgyi die Ascorbinsäure, eine Substanz aus Paprika und den Nebennieren, und identifizierte diese – wie bereits 1912 von Casimir Funk postuliert – im Jahre 1932 als das gegen Skorbut wirksame Vitamin C.

1937 erhielt Szent-Györgyi dafür den Nobelpreis für Physiologie und Medizin zusammen mit Walter N. Haworth, der die Ascorbinsäure synthetisch herstellte.

Definition und Funktion

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der dem Körper durch die Ernährung zugeführt werden muss, da er es selber nicht herstellt.

Nahrungsmittel, in denen besonders viel Vitamin C enthalten ist, sind:

  • Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen)
  • Beeren (z. B. Johannisbeeren)
  • Paprika (besonders rot)
  • Brokkoli, Rosenkohl

Ascorbinsäure ist ein kleines wasserlösliches Molekül, das nicht so gut in die Haut eindringt wie Vitamin A oder E.

In unserer Haut erfüllt das Vitamin die Funktion als Antioxidans und jene als Stabilisierer von Kollagen.

Als Antioxidans neutralisiert es freie Sauerstoffradikale und schützt das Gewebe vor deren Schäden. Freie Sauerstoffradikale entstehen durch UV-Strahlung, Umweltverschmutzung und entzündliche Prozesse.

Das Vitamin stabilisiert und stimuliert das Kollagen in der Dermis, der Lederhaut. Der vollständige Aufbau zum intakten Kollagenmolekül ist an das Vorhandensein von Vitamin C gebunden. Es regt die Bildung von Kollagen I und III an und verbessert die Qualität der gebildeten Kollagenfasern.

Es hellt Hyperpigmentierungen auf, indem es auf die Bildung von Melanin einwirkt. Ferner verbessert es die Funktion der Hautbarriere.

Es unterstützt das Immunsystem und kann Erkältungen leicht verkürzen.

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